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Sondierungen: Paritätischer Wohlfahrtsverband mahnt dringende Sozialreformen an

Berlin, 27. Oktober 2017

Dringende Sozialreformen mahnt der Paritätische Wohlfahrtsverband in einem
offenen Brief an die Parteispitzen von CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/ Die Grünen
anlässlich der laufenden Sondierungen zu einer möglichen Jamaika-Koalition an.
Notwendig seien Investitionen in den Sozialstaat und ein umfassendes und
konsequentes Reformpaket, um der wachsenden sozialen Unsicherheit
entgegenzuwirken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
„Die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes muss in den nächsten vier
Jahren zentrales Ziel für eine jede Bundesregierung sein. Keine Partei kann es sich
erlauben, über die sozialen Schieflagen in Deutschland und die Nöte der vielen auf
Hilfe und Unterstützung angewiesenen Menschen einfach hinwegzusehen“, so Prof.
Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbands.
Unterschiedliche Gruppen dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden. „Ganz
unabhängig von Weltanschauungen ist es jetzt ein Gebot der Vernunft, Sozialpolitik
so zu gestalten, dass keiner zurückgelassen und alle mitgenommen werden –
Kinder, Alte, alle Menschen“, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des
Paritätischen.
In einem gemeinsamen Brief mahnen Rosenbrock und Schneider konkrete
Maßnahmen und Reformen an, insbesondere im Kampf gegen Kinder- und
Altersarmut. Die Forderungen reichen von der Einführung einer
einkommensorientierten und bedarfsdeckenden Kindergrundsicherung bis zur
Stärkung der gesetzlichen Rente unter anderem durch die Anhebung und
Stabilisierung des Rentenniveaus. Besonders dringlich seien darüber hinaus
Maßnahmen gegen die anhaltend hohe Langzeitarbeitslosigkeit und Reformen in den
Bereichen Bildung, Pflege, Wohnen und in der Asyl- und Integrationspolitik.

Kontakt:
Gwendolyn Stilling, Tel. 030/24636305, E-Mail: pr@paritaet.org