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Verbandstag 2017 „Angekommen- miteinander leben“ rückte das soziale Engagement für Geflüchtete und Zugewanderte in den Focus

Diskussionen und Ideenaustausch in den World Cafe´s

Aus der ursprünglichen Idee eines „Vernetzungsworkshops“ für engagierte Fachleute der Flüchtlingshilfe wurde eine Veranstaltung zum aktiven Mitdiskutieren, nachfragen, Ideen austauschen und Kontakte knüpfen, an der 70 Mitarbeiter*innen aus der Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, psychosozialen Beratungsdiensten und  Arbeitsmarktprojekten teilgenommen haben. Angeregt durch die Mitgliedsorganisationen „Landesnetzwerk der Migrantenorganisationen- LAMSA“ und dem Deutschen Familienverband konnten die Teilnehmer*innen eine „Wanderung“ durch die bunte Landschaft von Projekten und Einrichtungen unternehmen und in „World-Cafe’s“ mit Expert*innen zu folgenden Themen in Gespräch kommen:

  • Asyl- und Migrationsberatung
  • Kita und Schule
  • Ausbildung und Beruf
  • Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
  • Psychosoziale Versorgung/Krisendienste
  • Ehrenamtliches Engagement aus verschiedenen Perspektiven

Diese Möglichkeit wurde von allen rege genutzt - oftmals reichten die begrenzten 30 Minuten je Café’- Durchgang nicht aus, um die vielen Fragen zu beantworten.

Zu Beginn hatte die Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration und Integrationsbeauftragte, Susi Möbbeck, einen Überblick zur aktuellen Entwicklung in der Flüchtlings- und Migrationspolitik in Sachsen- Anhalt gegeben und die Anstrengungen des Landes zur Integration in Kita, Schule, Beruf und das Leben in Sachsen- Anhalt aufgezeigt.

Sie forderte die Akteure im Bereich der Sozialen Arbeit auf, hier noch aktiver zu werden und angesichts der vielfach verzerrten öffentlichen Diskussion dafür zu werben „die Anderen als Menschen zu sehen“.  

Insbesondere im Bereich der Arbeitsmarktförderung und beruflichen Orientierung gäbe es eine Vielzahl von Programmen und Projekten, die auch Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund Chancen in sozialen Berufen eröffneten.    

Die Landesgeschäftsführerin, Dr. Gabriele Girke, warb in ihrem Statement für eine „Offensive für ein solidarisches Zusammenleben“ angesichts zunehmender rechtsextremer und rechtsradikaler Tendenzen in unserer Gesellschaft. Sie machte deutlich, dass wir in  unserem Land mit einer zunehmenden sozialen Spaltung und Ungleichheit und einer daraus resultierenden Stimmung sozialer Verunsicherung vieler Menschen zu tun haben. Diese Situation werde von rechtsextreme Gruppen ausgenutzt.

Vor diesem Hintergrund hat der Paritätische eine Kampagne unter dem Label gestartet:

Auf der Homepage macht der Verband deutlich: Es gibt klare Positionen für eine Vielfalt in unserer Gesellschaft, zu der Migration dazugehört. Für Menschlichkeit, wenn Geflüchtete Zuflucht brauchen.   

Sie warb alle Teilnehmer*innen für eine aktive Unterstützung der Kampagne.

Die Anregungen aus den World-Cafe’s werden zur weiteren Bearbeitung der Themen und Netzwerkarbeit werden auf jeden Fall aufgegriffen. Kontakte zu den Expert*innen werden auf Wunsch vermittelt.

Antje Ludwig
Referentin Vorstand und Landesgeschäftsführung